Der Bambini-Trainer Simon Meister über seinen Bundesfreiwilligendienst beim TCF, Kindermalbücher und was die Corona-Pandemie mit alldem zu tun hatte.
Simon, wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen, einen Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren?
Nach der Schule wollte ich erstmal von dem monotonen Lernen, wie ich das zuvor immer hatte, wegkommen und praktische Erfahrungen machen. Dabei wollte ich dem Vereinsleben näher kommen und auch neue Personen kennenlernen.
Du hast dich dann für den TC Freisenbruch als Einsatzstelle entschieden. Was waren die ausschlaggebenden Gründe dafür?
Ich hatte bereits ein Praktikum dort absolviert und kannte Peter [Schäfer, Nachwuchsleitung; Anm. d. Red.] deswegen schon. Da ich ohnehin etwas mit Sport in diesem Jahr machen wollte, hat sich das mit dem TC Freisenbruch natürlich super angeboten.
Dein Jahr war sehr stark von der Corona-Pandemie geprägt, teilweise musstest du alles von zuhause aus machen. Was waren für dich trotzdem die Highlights in diesem Jahr?
Das stimmt, ich musste fast alles ausschließlich von zuhause machen. Selbst meine verpflichtenden Seminare fanden im Rahmen von Videokonferenzen etc. statt. Zugegebenermaßen war das schon ziemlich nervig, weil ich natürlich andere Vorstellungen von diesem Jahr hatte. Ich würde aber keineswegs sagen, dass die Zeit irgendwie schlecht gewesen sei. Wir haben nämlich auch so viel erreichen können, zum Beispiel das Kindermalbuch, was ich zusammen mit meiner Freundin entwickelt und es dann den Kindern geschenkt habe. Das war auf jeden Fall mein Highlight, weil ich sehr viel Herzblut hineingesteckt habe und wo ich auf jeden Fall ein bisschen stolz darauf bin, zumal ich eigentlich nicht wirklich der Picasso unter den Menschen bin. (grinst)
Deine Einsatzbereiche waren zumindest auf dem Papier sehr vielseitig. Du hast mit Kindern gearbeitet und gleichzeitig auch so ein bisschen die Vereinsarbeit kennengelernt. Was nimmst du denn für dich persönlich aus diesem Jahr mit?
Ehrlicherweise habe ich die Vereinsarbeit gar nicht so richtig kennengelernt, weil sie aufgrund von Corona mit sehr viel Abstand verbunden war. Dieses Vereinsleben war quasi nicht existent, denn wir haben uns auch mittendrin fast vier Monate gar nicht gesehen. Ich kann aber trotzdem sagen, dass mich das Jahr beruflich sehr beeinflusst hat. Ich studiere jetzt Sport und Sozialwissenschaften auf Lehramt und das kam mir vorher nie so wirklich in den Sinn. Ursprünglich wollte ich eher in die Richtung Sportjournalismus und Sportmanagement gehen. Allerdings hat sich durch meine praktischen Erfahrungen alles so ein bisschen gewendet. Die Arbeit in den Sport-AGs und bei meinen Fußballmannschaften hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe viel positives Feedback bekommen, was mich auch in dem, was ich tue gestärkt hat. Deswegen bin ich am Ball geblieben und trainiere diese Saison neben meinem Studium die Bambinis.