Unser Nachwuchstrainer Ivo Stahmer hat uns leider im Winter aus beruflichen Gründen verlassen müssen. Zum Saisonende wird Ivo noch mit seiner E2-Jugend des TCs auf Abschlussfahrt fahren, deshalb kann man sagen, dass er vielleicht doch noch garnicht so richtig weg ist 🙂 Trotzdem lieber Ivo, wir möchten Dir an dieser Stelle nochmal ganz herzlich für dein Engagement in unserem Club danken und dir für deine berufliche, sportliche und private Zukunft alles alles Gute wünschen!
Und hier kommt das Wolfsgeheul mit Ivo:
Was waren deine persönlichen Highlights in deiner Zeit beim TC?
Die Zeit kann man schwer reduzieren auf wenige Momente. Die ganze Zeit war besonders, da ich die Reise vom fast nicht mehr existierendem Klub im Loch bis hin zum aus allen Nähten platzenden Verein am Sachsenring mitgemacht habe. Und das alles in nur wenig mehr als zwei Jahren im Verein.
Wenn es besondere Momente gab, dann waren das die Heimspiele mit der F1, jetzt E2. Wenn ich mit Sascha zusammen in stundenlange Arbeit, teilweise schon am Freitag, den Platz vorbereitet habe, damit Samstags die „Arena“ für die Kinder steht. Wenn dann unsere Einlaufmusik ertönte und unsere Jungs mit den Gegner einliefen, das waren immer besondere Momente. Auch wenn es da manchmal zu Pyrovorfällen durch Unbekannte kam…
Das absolute Highlight war selbstverständlich unsere eher spontane Schnapsidee mit den Kindern zum Turnier nach Schüttorf zu fahren. Eigentlich habe ich nur nach Tagesturnieren in der Region gesucht und stieß zufällig auf die Seite mit dem Anbieter des Turniers. Aus dem Gedanken „warum eigentlich nicht?“ wurde eine Anfrage an die Eltern und nach kurzem Zögern waren alle an Bord (Tolle Elterngruppe!). Drei Tage mit Zelten, Fußball, Hüpfburg und Sonne satt. Vergisst glaube ich so schnell keiner. Es sei denn, wir toppen das ganze in 2025 noch einmal. Dann fahre ich mit den Jungs wieder hin und dieses Mal spielen wir auch auf dem großen Feld. Den Erinnerungsfilm mit den Bildern des Turniers schaue ich mir ab und zu gerne noch mal an.
Was macht den TC für dich aus?
Schwer zu sagen. Bevor ich nach Essen kam, hatte ich meinem Leben zwei Vereine. Den TuS Eversten, in dem ich in meiner Jugend quasi mehr Zeit verbrachte als mit meiner Familie und später den SV Eintracht Wildenloh. In Essen wurde ich eher zum Wandervogel. Aber der TC Freisenbruch ist schon etwas anderes. Bisschen Asi, bisschen familiär. So ein kleines bisschen St. Pauli-mäßig auf Kreisklassenniveau. Das ist schon eine Atmosphäre, die ich mag. Kein schickimicki auf Plastikteppich, Underdogimage. Das liebe ich, das hat noch was Ehrliches.
Wohin geht es denn jetzt für dich?
Beruflich geht es nach Wilhelmshaven, zurück in den Norden. Da wo einem die Möwen auf dem Kopf scheißen und der Wind immer von vorne kommt. Norddeutsche kehren irgendwann alle wieder zurück an die Küste und meine Zeit ist jetzt gekommen.
Fußballerisch geht es zurück zum SV Eintracht Wildenloh. Dort werde ich ab März den 2017er Jahrgang trainieren und auch wieder als Schiedsrichter aktiv werden, zumindest rund um den Mittelkreis. Vermutlich wird es auch nicht lange dauern, bis ich gefragt werde, ob ich nicht wieder in den Vorstand eintreten möchte aber da will ich erstmal eisern nein sagen! (Duffy oder Elmar, falls ihr das lest, das meine ich auch so!)
Für welchen Club schlägt sonst noch dein Herz?
Als Aktiver natürlich der SV Eintracht Wildenloh. Ich war dort eine Zeit lang im Jugendvorstand aktiv. Inzwischen ist der Verein dreimal so groß, aber trotzdem noch wie eine große Familie. Und das ganze noch auf einer wunderschönen Anlage.
Als begeisterter Zuschauer, da gibt es zwei Vereine. Einmal im Handballsport die HSG Varel, zu dessen Spielen ich schon als Jugendlicher zusammen mit meinem Opa gegangen bin. Im Fußball natürlich Kalmar FF. Auch wenn wir nur noch Superettan spielen nächstes Jahr, aber die Liebe bleibt. KFF för livet!
Hast du auch selbst Fußball gespielt?
Wenig organisiert, wir haben tatsächlich noch beinahe täglich auf ner Wiese gebolzt. Zwei Jahre in der C-Jugend, später im Herrenbereich (Nummer 14, erst Außen- später Innenverteidiger). Größter Erfolg war die Meisterschaft in der Kreisklasse 4 Oldenburg Stadt.
Sagen wir es so, als Trainer und vor allem als Schiedsrichter war ich erfolgreicher.
