Wolfsgeheul mit Thomas Beckmann (2): „Wir brauchen uns nicht verstecken!“

Im zweiten Teil des Wolfsgeheul erklärt Thomas Beckmann, warum er manchmal selber nochmal ran muss und gibt einen spannenden Ausblick in die Zukunft des TC Freisenbruch

Lass uns mal ein Bick auf diese Saison werfen: Die Zweite steht auf dem sechsten Tabellenplatz der Kreisliga C. Wie läuft es bisher und wie kommt es, dass du ab und zu mal selber nochmal spielst?

Um ehrlich zu sein: Unsere Saison läuft nicht so gut. Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass die Hochphase der Corona-Pandemie nachwirkt. Es war schwierig, zum Trainingsalltag zurückzukehren. Nicht nur aufgrund der Auflagen, sondern auch wegen der Mentalität. Dazu kamen dann viele Ausfälle und unsere Leistungen waren auch nicht gut, sodass wir ins Tabellenmittelfeld abgerutscht sind. Ich muss aber sagen, wir haben eine unheimlich leistungsstarke Kreisliga C. Das hängt damit zusammen, dass wir eine sehr kleine Gruppe sind, wo sich mittlerweile zwei etwas schwächere Mannschaften zurückgezogen haben. So bleiben die starken übrig, die oftmals Reserveteams von Bezirks- oder ambitionierten Kreisligisten sind. Die haben schon ganz gute Mannschaften mit einer Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Wir haben da leider nur die erfahrenen Spieler. (schmunzelt) Uns fehlt da so ein bisschen die Jugend.

Gegen Ende der Saison haben wir uns gefangen und auch einige Partien siegreich gestalten können. Und zuletzt haben sogar mit dem 3:3 bei der ESG II und dem 1:1 gegen FSV Kettwig gegen zwei Topmannschaften gepunktet. Bei Kettwig war es sogar so, dass wir quasi mit dem letzten Aufgebot angetreten sind, wo ich dann auch nochmal gespielt habe. Manchmal macht es Spaß, nochmal selber aufzulaufen, aber eigentlich möchte ich das gar nicht mehr. Ich möchte dann auch, dass die Jungs spielen. Ich persönlich merke ja auch, dass ich nicht schneller werde.

Auch neben dem Platz bist du sehr aktiv. Zum Beispiel machst du schon seit Jahren die „TC Treppe“, das Vereinsmagazin beim TC. Was hat dich dazu bewegt, damit anzufangen?

Das Vereinsmagazin kann nicht den Anspruch erheben, tagesaktuell zu sein. Das ist eine Printgeschichte, die in unregelmäßigen Abständen erscheint. Das Ziel ist es, möglichst kurzweilig widerzuspiegeln, was sich im Verein alles tut und auch die ein oder andere Anekdote aus der Welt des Fußballs zu liefern. Kurzum: Einfach den TC nach außen tragen. Das war damals auch schon so, als ich angefangen habe. Sie haben jemanden gesucht, der das macht und ich habe mich bereit erklärt. Nach den ersten paar Ausgaben haben sie mir dann alle erzählt, wie begeistert sie waren und wie toll sie das fanden und dann bin ich dabei geblieben.

Zum Abschluss eine letzte Frage, die alle hier im Verein bewegt: Was ist deine persönliche Zukunftsvision vom TC Freisenbruch bzw. wie schafft es der TC, weiter bestehen zu bleiben?

Das A und O ist, glaube ich, der Wechsel bezüglich der Sportanlage. So schön der Bergmannsbusch auch ist und so toll auch die ganzen Bilder von der Naturanlage sind, sieht die Realitätleider ein bisschen anders aus. Wir haben auch Probleme mit den Nachwuchsmannschaften, wo mir immer das Herz aufgeht, wenn ich die sehe. Gerade im älteren Bereich ist eine Lücke, wenn es darum geht, in die Seniorenmannschaften nachzurücken. Auf diesem Platz sind wir leider nicht wettbewerbsfähig. Ich persönlich mag zwar das Spielen auf Asche, aber die Jugend von heute bevorzugt eher den Kunstrasen. Die Lösung liegt mit der Sportanlage am Sachsenring sogar in Freisenbruch. Wenn wir uns dort etablieren, dann hoffe ich daruf, dass wir einen guten Zulauf bekommen werden. Ich glaube auch, dass sich mit unseren Nachbarvereinen dort eine ganz gute Gemeinschaft entwickeln könnte, von der wir alle profitieren können. Denn die Anlage dort hat was und wir als engagierter Verein passen da ganz gut hin. Zum Beispiel mit unseren hervorragenden Futsalerinnen und Futsalern und mit den Aktionen in den Kitas und Schulen hier im Stadtteil braucht sich der TC vor niemandem zu verstecken. Deswegen bin ich guter Dinge, dass der Verein auch in Zukunft dort seinen Weg gehen wird.

Hier geht es zum ersten Teil!

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