Es ist vollbracht: Die Futsal-Mannschaft spielt nächstes Jahr in der drittklassigen Verbandsliga. Es ist das erste Mal seit fünf Jahren, dass es beim TC Freisenbruch wieder einen Aufstieg zu feiern gibt. Am vergangenen Samstag sollte eigentlich das Relegationsrückspiel gegen FF Mönchengladbach 07 II steigen, doch der Zweite der anderen Landesliga-Gruppe trat nach der 1:14-Hinspielpleite nicht mehr an. So spielte man vor einer tollen heimischen Kulisse gegen den Verbandsligazweiten GSV Düsseldorf, ein Härtetest als Vorbereitung auf das anstehende Pokalspiel in drei Wochen. Der TC besiegte den GSV mit 8:3 und wusste dabei auch spielerisch zu überzeugen. „Wenn wir weiterhin so spielen, weiß ich nicht, wer euch schlagen soll!“, meinte auch Trainerin Stephanie Bretschneider.
Dabei hatte die Saison nicht ganz nach Wunsch angefangen. Zum Auftakt gab es einen 4:1-Sieg im Stadtderby gegen Futsalicious Essen, bevor es zwei Niederlagen in Folge gegen Dönberg und Croatia Mülheim setzte. Und auch im Spiel danach taten sich die Männer in den grünen Trikots lange schwer. Anfang November drehte der TC ein 0:3 kurz vor Schluss in ein 4:3 gegen Essen, von Unbesiegbarkeit und spielerischer Klasse war wenig vorhanden, aber die Mentalität stimmte. Zu Jahresbeginn starteten die Futsaler mit einer „Jetzt-erst-recht“-Mentalität beim bis dato noch ungeschlagenen Tabellenführer Croatia Mülheim. In den ersten 15 Minuten lieferten sie ihre beste Saisonleistung ab, mussten sich aber in der zweiten Hälfte der individuellen Klasse beugen. Trotzdem hat dieses Spiel etwas in der Mannschaft ausgelöst. In den darauffolgenden Wochen wurde Herbeck in drei Spielen mit insgesamt 33:5-Toren aus der Halle gefegt, bevor es zum Showdown gegen SF Dönberg kam. Zu dem Zeitpunkt lag man einen Punkt hinter dem Relegationsrang, den die Wuppertaler belegten. Im ersten von zwei Duellen konnte sich der TC nach einer überragenden Leistung deutlich mit 11:3 durchsetzen. Das Rückspiel wurde zu einer spannenden Angelegenheit, die vielen, allen voran den Aufstiegstrainerinnen Bretschneider und Eileen Eßer, ein paar Nerven gekostet haben dürfte. Mit einem 5:5 konnte der Abstand gehalten werden und der letzte Doppelspieltag musste die Entscheidung herbeiführen. Im Nachholspiel gegen Futsalicious gewann Freisenbruch knapp mit 3:2 und Dönberg schlug zeitgleich überraschend den bereits feststehenden Meister aus Mülheim. Einen Tag später und eine erfreuliche Nachricht von Croatia: Sie werden nicht mehr zum letzten Spieltag antreten. Dass Dönberg noch in Herbeck verlor, spielte keine Rolle mehr. Der Platz in der Relegation war gesichert. Und was dann folgte, ist unlängst bekannt…
