Im zweiten Teil spricht Danny Bomblatus von der KiTa St. Antonius über die Zukunft des Projekts und was den TC Freisenbruch darüber hinaus mit dem Stadtteil verbindet.
Könntet ihr euch vorstellen, das Projekt auch nach der Corona-Pandemie weiterzuführen?
Das Projekt kommt bei unseren Kindern richtig gut an. Die Kinder sind total begeistert, die Familien sind total begeistert. Genau diese Kombination aus Bewegung zusammen mit dem Schwimmen ist eine ganz tolle Variante. Die Grundvoraussetzung ist natürlich immer die Finanzierbarkeit. Deswegen kann ich noch nicht sagen, dass wir das so durchziehen werden. Zumindest nicht in der Form. Ob man dann in Zukunft eine abgespeckte Version machen kann, zum Bespiel in einer kleinen Kooperation mit einrm Verein, das wird sich dann herausstellen. Aber solange das Projekt für uns finanzierbar ist, werden wir versuchen, das Projekt zu etablieren und weiter durchzuführen.
Vorhin hattest du den TC Freisenbruch schon als Kooperationspartner erwähnt. Welche Berührungspunkte hattest du in der Vergangenheit mit dem TC Freisenbruch und wie ist die Beziehung zum Verein über das Projekt hinaus?
Der TC Freisenbruch ist ein Traditionsverein. Ich bin selber hier im Stadtteil aufgewachsen und kenne den TC noch aus meiner Jugendzeit, auch wenn sich meine fußballerisch Karriere sich auf ein Probetraining beschränkt hat, weil ich einfach nicht der Fußallspieler war. Aber das Schöne ist beim TC Freisenbruch, dass er schon immer gelernt hat, über den Tellerrand hinauszuschauen. Das heißt, er hat sich nicht nur blindlings auf die eigentliche Arbeit als Fußballverein konzentriert, sondern hat auch immer gesehen, was bei uns im Stadtteil und unserem Umfeld passiert bzw. in welcher Situation unsere Kinder und Spieler aufwachsen. Und an dieser Stelle wurde immer geschaut, dass die Vernetzung zu Kindergärten, Grundschulen usw. besteht, um immer wieder neue Projekte an den Start zu bringen. Wir haben uns schon oft zusammengesetzt und Aktionen gemacht, wie zum Beispiel ein Vater-Kind-Fußballturnier, wo die Kindergärten angefangen, sich zu vernetzen, was früher keine Selbstversändlichkeit war. Das wiederum hat sich in den letzten Jahren glücklicherweise sehr verbessert. Dafür ist der TC auch mitverantwortlich gewesen.
Man darf auch nicht vergessen, dass wir keinen leichten Stadtteil haben. Der Schere geht hier ganz weit auseinander: Wir haben Menschen mit Fluchterfahrung, wir haben Menschen in zweiter, dritter Generation Hartz IV, dann haben wir Akademikerfamilien und den ’normalen‘ Durchschnitt und der TC Freisenbruch war schon immer ein zentraler Punkt, wo sich alle getroffen und auch gelernt haben, miteinanderwas zu machen. Dort wurden Kontakte hergestellt, die nicht auf verschiedene Schichten bezogen waren, sondern jeder so angenommen wurde, wie er ist.

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