Wolfsgeheul mit Shadi Barakat

Wie bist du zum TC Freisenbruch gekommen und warum hast du dich für ein BFD hier entschieden?

Alles begann, als ich meine Basis-Coach-Lizenz erworben habe. Dabei lernte ich Peter Schäfer kennen, den ich bereits von einer anderen Lizenz kannte. Wir sprachen über die Zukunft, und da ich zu dieser Zeit noch mitten in meiner Abi-Phase war, wusste ich noch nicht genau, was ich danach machen wollte. Peter bot mir die Möglichkeit an, ein BFD bei seinem Verein, dem TC Freisenbruch, zu absolvieren.

Ich entschied mich dafür, weil ich nicht direkt mit der Uni oder einer festen Arbeit starten, sondern zunächst etwas Freiwilliges machen wollte. Das passte perfekt, da ich bereits als Fußballtrainer tätig war und die Kombination aus Training, AGs und anderen Aufgaben mich sofort begeistert hat. Außerdem hatte ich schon länger die Idee, später den Weg in Richtung Lehramt einzuschlagen, weshalb das BFD für mich eine großartige Erfahrung und Orientierungshilfe war.

Wie hat dich das BFD persönlich und beruflich weitergebracht, und planst du, nach dem Freiwilligendienst im Fußballbereich zu bleiben?

Mein BFD hat mich sowohl persönlich als auch beruflich enorm weitergebracht. Durch meine vielfältigen Aufgaben in der Schule und den Kitas habe ich gelernt, mit Kindern umzugehen und auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen. Besonders dankbar bin ich für die vielen wertvollen Erfahrungen, die ich in dieser Zeit sammeln konnte. Eine der wichtigsten Lektionen war, flexibel und kreativ zu improvisieren – gerade im Umgang mit Kindern, wo oft unerwartete Situationen entstehen. Zudem habe ich viel Fingerspitzengefühl entwickelt und meine Geduld deutlich verbessert.

Ob ich langfristig im Fußballbereich bleibe, kann ich noch nicht genau sagen. Schon vor meinem BFD war ich als Trainer bei Schonnebeck tätig, sodass der Fußball für mich immer eine große Rolle gespielt hat. Durch meine Erfahrungen im Freiwilligendienst hat sich mein Interesse daran noch weiter gefestigt, weshalb ich auch in Zukunft als Trainer aktiv bleiben werde. Gleichzeitig habe ich ein großes Interesse am Scouting entwickelt, was für mich eine spannende Perspektive für die Zukunft darstellt.

Was sind die größten Herausforderungen und schönsten Momente in deiner Arbeit mit der C-Jugend?

Eine der größten Herausforderungen war es, aus einer Mannschaft, die es in dieser Form nie wirklich gegeben hat, ein echtes Team zu formen. Zu Beginn hatte ich nur neun Spieler, was die Situation besonders schwierig machte. Doch gemeinsam mit meinem Co-Trainer Khaled haben wir diese Aufgabe angenommen und versucht, so schnell wie möglich Verstärkung zu holen – mit Erfolg. Jetzt besteht die Herausforderung darin, die vielen unterschiedlichen Charaktere, die aus verschiedenen Vereinen und Kreisen kommen, zusammenzubringen und als Einheit auf dem Platz agieren zu lassen.

Die schönsten Momente mit der C-Jugend sind definitiv die Spiele, bei denen man die Entwicklung der Jungs hautnah miterlebt. Jedes Spiel wird dadurch zu einem besonderen Erlebnis. Der beeindruckendste Moment war jedoch unser Spiel gegen eine Mannschaft aus Gelsenkirchen: Zur Halbzeit lagen wir 0:3 zurück, doch innerhalb von nur neun Minuten drehten wir das Spiel auf 4:3 in der zweiten Halbzeit. Auch wenn wir in der letzten Minute noch das 4:4 kassierten, war dieser Moment für mich als Trainer einfach magisch. Die Art und Weise, wie die Jungs gekämpft und danach gefeiert haben, war ein unvergessliches Erlebnis.

Was waren bisher deine persönlichen Highlights beim TC Freisenbruch?

Eines meiner größten Highlights ist definitiv, dass ich Leif und Tim kennengelernt habe, die gemeinsam mit mir ihr BFD absolvieren. Über die Zeit sind sie zu sehr guten Freunden geworden, und jedes Mal, wenn wir zusammenarbeiten, macht es einfach riesigen Spaß.

Ein weiteres besonderes Erlebnis war die Futsal-Saison. Anfangs hatte kaum jemand daran geglaubt, dass wir wirklich erfolgreich sein könnten – es gab sogar Momente, in denen man die Mannschaft fast aufgegeben hätte. Doch am Ende haben wir uns stark entwickelt und großartige Erfolge erzielt. Zudem habe ich viele neue Leute kennengelernt, was die Erfahrung umso wertvoller gemacht hat.

Auch der Aufbau der Garagen gehört zu meinen Highlights. Es war nicht nur eine spaßige Herausforderung, sondern hat den Platz insgesamt deutlich aufgewertet. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir die Regale und Boxen für das Material selbst gebaut haben.

Ein weiteres Highlight ist der schnelle Aufbau meiner C-Jugend. Viele hätten nicht geglaubt, dass es in so kurzer Zeit möglich wäre, eine komplette Mannschaft mit so vielen neuen Spielern aufzustellen, doch es hat funktioniert. Das zeigt, wie viel in kurzer Zeit erreicht werden kann, wenn man sich voll reinhängt.

Zuletzt gehört auch die Übernahme der E-Jugend dazu, die ich zusätzlich trainiere. Diese Aufgabe macht mir momentan unglaublich viel Spaß und ist eine tolle Ergänzung zu meiner bisherigen Arbeit im Verein.

Kannst du dir vorstellen nach dem BFD beim TC Freisenbruch zu bleiben und welche Aufgaben möchtest du übernehmen?

Ja, ich habe bereits verlängert und werde in der kommenden Saison die B-Jugend beim TC Freisenbruch übernehmen. Mein Co-Trainer und ich haben in den letzten Monaten viel aufgebaut, und es ist uns wichtig, diese Arbeit fortzusetzen und die Mannschaft weiterzuentwickeln.

Darüber hinaus kann ich mir gut vorstellen, auch weiterhin AGs zu leiten oder an Projekten wie Rising Stars oder dem Kita-Projekt mitzuwirken. Diese Angebote sind für die Kinder unglaublich wertvoll, und es macht mir persönlich großen Spaß, sie dabei zu begleiten und zu unterstützen.

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