Wolfsgeheul mit Danny Bomblatus (1): „Die Auswirkungen sind für Kinder und Familien extrem!“

Der Leiter der KiTa St. Antonius spricht im ersten Teil über das aktuelle Schwimmprojekt mit dem TC Freisenbruch und die Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Kinder.

Hallo Danny, zur Zeit läuft das Schwimmprojekt auch in eurer KiTA: Wie ist dein aktueller Eindruck davon?

Der aktuelle Eindruck ist gut. Wir machen das Projekt zum zweiten Mal. Dementsprechend kann ich sagen, es ist ein sehr gutes und sinnhaftes Projekt. Das Problem ist bei solchen Sachen immer die Finanzierung, aber vom Grundsatz her bin ich immer ein großer Freund von Netzwerkarbeit und Kooperationen.

Was hat euch damals dazu bewogen, bei dem Projekt mitzumachen?

Der ausschlaggebende Punkt war zum einen, dass wir schon in der Vergangenheit positive Erfahrungen mit dem TC Freisenbruch gemacht haben. Ich weiß, dass der TC für innovative und moderne Projekte steht und einfach auch mal was für den Stadtteil bewirken will. Zum anderen war mir im Hinblick auf die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen wichtig, den Kindern einen Ausgleich bieten zu können. Wir hatten zum Beispiel ein paar Monate nicht mehr die Möglichkeit, mit den Kindern turnen zu gehen. Das Interessante an diesem Projekt ist, dass jemand von außerhalb mit einem ganz anderen Blick reinkommt und den Kindern auch die Bewegungsabläufe beibringt. Was auch noch ganz toll ist, ist die Tatsache, dass die Kinder trotz der aktuellen Umstände schwimmen gehen können.

Wie sehr sind denn die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren bzw. gibt es einen Bewegungsmangel?

Bei den Kindern ist die Pandemie in allen Bereichen zu merken. Wir haben alles dafür getan, damit wir die Auswirkungen abdämpfen können, aber gerade in den Anfangsmonaten, wo gar keine Erfahrungswerte da waren, gab es eine Zeit, in der die Kinder überhaupt keinen Kontakt mehr zu uns hatten. Wir haben daher versucht die Folgen auf dem digitalen Wege einigermaßen auszugleichen, was uns auch relativ gut gelungen ist. Wenn wir das aber mal im Allgemeinen betrachten, dann sind die Auswirkungen für die Kinder und die Familie ganz extrem. Es fängt an mit dem Bewegunsmangel und geht bis hin zu anderen Aspekten wie Sozialverhalten oder Gemeinschaft. Das ist in der Pandemie eine Katastrophe, das kann man nicht anders sagen. Die Kinder müssen einfach wieder lernen, aufeinander Rücksicht zu nehmen und wieder gemeinsam ein Ziel zu haben ohne die Ellebogen-Taktik und „da geht es nur um mich“. Jetzt geht es darum, dass sie wieder mit anderen zusammen sind und das ist aktuell eine unheimlich große Herausforderung in den Kindergärten und Grundschulen, wenn man bedenkt, dass alle wochenlang in Isolation waren und kaum einen Ausgleich zum Beispiel durch Bewegung hatten.

Hier geht es zum zweiten Teil

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