Wolfsgeheul mit Malte Golz (2): „Wir haben viel zu erzählen!“

Im zweiten Teil des Wolfsgeheul berichtet Malte Golz von seinem Jungreporterprojekt und seinen persönlichen Zielen

Du bist als Freiwilligendienstler auch Leiter des Jungreporterprojekts beim TC Freisenbruch. Wie kam es dazu?

In seinem Jahr ist jeder Freiwilligendienstler dazu verpflichtet, ein Projekt durchzuführen. Wir haben uns relativ schnell darauf geeinigt, dass es das sogenannte Jungreporterprojekt wird, weil ich mich sehr für den Bereich des Sportjournalismus interessiere. In diesem Projekt wollen wir Schülerinnen und Schüler aus der Umgebung dazu ermuntern, hinter die Kulissen der Sportvereine zu schauen und selber aktiv für den Verein zu berichten. Zusäzlich laden wir auch Gastreferenten aus allen möglichen Bereichen ein, die über den Alltag des Sport und der Medien berichten. Wir versuchen damit auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Chance zu bieten, selber Erfahrungen zu machen, die in der Schule so nicht möglich sind.

Was erhoffst du dir von diesem Projekt?

In erster Linie, dass es Spaß macht und langfristig zu etwas Größeren reift. Denn es kann dem Verein nur gut tun, kreative Köpfe beim Thema öffentlicher, medienwirksamer Auftritt zu haben. Dazu bedarf es natürlich auch die gegenseitige Unterstützung. Denn es ist wichtig, die Aufgaben des Projekts auf mehrere Schultern zu verteilen. Unser Ziel sollte es sein, über alle möglichen Kanäle aus dem Vereinsleben des TC Freisenbruch zu berichten. Wir haben viel zu erzählen, doch leider kam das in der Vergangenheit manchmal zu kurz

Am 31.08.2022 endet dein Jahr beim TC. Was möchtest du in dieser Zeit noch erreichen?

Also erstmal will ich am Samstag zum ersten Mal in meinem Leben aufsteigen. (grinst) Ich habe mir danach keine konkreten Ziele gesetzt. Aktuell läuft vieles gut und wir haben im Verein auch noch viel spannendes vor, worauf sich alle freuen können. Ich habe richtig Spaß mit den Nachwuchsmannschaften und auch meine anderen Tätigkeiten sind sehr abwechslungsreich.

Bambinis laufen für den guten Zweck!

Die Bambinis des TC Freisenbruch nehmen am kommenden Mittwoch am Spatzenlauf teil. Der virtuelle Charity-Lauf, der in diesem Jahr schon zum zweiten Mal ausgetragen wird. Zum ersten Mal gibt es auch einen 400m-Lauf, den auch die jüngeren bewältigen können. Die Erlöse gehen vollständig an den Kinderschutzbund Essen und obendrein gibt es auch extra Medaillen für jeden Teilnehmer. Die Anmeldung ist für alle Interessierte immer noch unter diesem Link möglich. Der Lauf geht noch bis zu diesem Sonntag.

Ergebnisse vom Wochenende

Futsal Männer mit großem Schritt Richtung Aufstieg, Erste unterliegt knapp, Zweite auswärts erfolgreich

FF Mönchengladbach II – Futsal Männer 1-14 (1-7)

Der TC Freisenbruch hat im Relegationshinspiel die Weichen für den Aufstieg gestellt. Im Mönchengladbach setzte man sich nach einer mehr als überzeugenden Vorstellung mit 14:1 durch und darf das Rückspiel in der heimischen Halle am Samstag in vollen Zügen genießen.

SuS Haarzopf – 1. Mannschaft 3-2 (2-1)

Das Team von Trainer Marcel Gehrig musste eine knappe Niederlage beim Tabellenvierten SuS Haarzopf hinnehmen. Früh lag der TC schon 0:2 hinten, ehe der eingewechselte Benjamin Ollig frech einen Freistoß flach unter der Mauer zum 1:2-Anschlusstreffer abschloss (37.). In der zweiten Halbzeit war es besonders Keeper Haisam Issa zu verdanken, dass Haarzopf nur einen weiteren Treffer erzielte. Freisenbruch hielt gut dagegen, jedoch kam der erneute Anschluss abermals nach einem Freistoß durch Kevin Hanisch in der 90. Minute zu spät. Damit verbleibt man auf dem 12. Tabellenplatz. Der Abstand zu den unteren Rängen beträgt immer noch komfortable zehn Punkte.

VfL Kupferdreh 65/82 – 2. Mannschaft 0-5 (0-2)

Ein Ostergeschenk zum Ostermontag machte sich die zweite Mannschaft, die einen ungefährdeten 5:0-Sieg einfuhr. Auch die Umstellung auf das neun gegen neun gelang völlig problemlos. Somit konnten die Jungs das Team aus Kupferdreh auf Abstand halten. Nächste Woche steht dann ein doppeltes Heimspiel zusammen mit der Ersten gegen die beiden Mannschaften vom FSV Kettwig an.

„Läuft!“ beim TC Freisenbruch

Das Wetter wird wieder wärmer und so manch einer nutzt den Frühling, um sich für den Sommer wieder in Schuss zu bringen. Beliebt sind dabei besonders Laufveranstaltungen für Jedermann, die, anders als in den vergangenen Jahren, wieder vermehrt stattfinden können. Dabei will sich der TC Freisenbruch es sich nicht nehmen lassen, selber auf die Strecke zu gehen. Alle laufbegeisterten MitgliederInnen sind herzlich dazu eingeladen, für den TC die Fußballschuhe mal ausnahmsweise gegen die Laufschuhe zu tauschen. Das hat unser Bundesfreiwilligendienstler Malte Golz bereits getan und in der vergangenen Woche den heimischen 10km-Lauf in seiner Altersklasse gewonnen. Am 20.04. nimmt die Bambini-Mannschaft am Spatzenlauf für einen guten Zweck teil. Und auch sonst zählt nur das olympische Motto: „Dabei sein ist alles!“

Wenn ihr also auch was gutes für euch und/oder für andere tun wollt, dann findet ihr hier eine Übersicht über die Essener Laufveranstaltungen und könnt euch direkt eintragen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

Zwei Endspiele um den Aufstieg

Dass der TC Freisenbruch in der Relegation gegen die Zweitvertretung des FF Mönchengladbach antreten muss, stand bereits am Samstag fest. Nun sind auch die Spiele fix terminiert. Am Karsamstag reist der TC Freisenbruch nach Mönchengladbach, wo der Anstoß um 18 Uhr erfolgen wird. Genau eine Woche später steht das Rückspiel in Essen an. Austragungsort ist um 17 Uhr die Sporthalle der Gesamtschule Nord. Weitere Infos folgen…

Wolfsgeheul mit Malte Golz (1): „Wir sind wie eine Familie!“

Im ersten Teil des Wolfsgeheul schildert Malte Golz, BFDler seit dem vergangenem Jahr, seine Erfahrungen mit dem TC Freisenbruch und was er als Nicht-Essener so beeindruckend am Kreisligisten findet.

Hallo Malte, du bist seit vergangenem September einer von zwei Bundesfreiwilligendienstlern beim TC Freisenbruch. Wie kamst du damals zum Club?

Nach meinem Abitur habe ich mich dazu entschieden, nicht direkt zu studieren, sondern vorher ein freiwilliges soziales Jahr zu machen. Im besten Falle sollte es etwas mit Sport zu tun haben und so habe ich mich nach freien Stellen in der Region umgeschaut. Leider war die Auswahl nicht besonders groß und ich habe etwas gesucht, was gut zu meinen Interessen passt. Ich komme aus Ratingen und daher ist es schon ein bisschen ungewöhnlich, dass ich schlussendlich bei einem Essener Fußballklub gelandet bin. Aber das Profil des TC Freisenbruch sagte mir am ehesten zu.

Du sprachst gerade vom Profil deiner Stelle beim Verein. Was sind denn deine Aufgaben beim TC?

Mein Aufgabenbereich ist unheimlich vielfältig. Es geht von der Übungsleitertätigkeit in Kindergärten, Grundschulen und Fußballmannschaften über die Organisation verschiedener Projekte in der Vereinsarbeit bis hin zur Betreuung der öffentlichen Kanäle. Das besondere an unserer Arbeit ist, dass wir ein großes Maß an Selbstbestimmung haben. Das erfordert natürlich eine gewisse Verantwortung, aber macht unheimlich Spaß, da man sich richtig integriert und als Teil des Gesamtprojektes fühlt. So können wir unsere eigenen Ideen einbringen und werden trotz des jungen Alters und der vermeintlichen Unerfahrenheit ernst genommen. Das ist, so denke ich, der Vorteil gegenüber größeren Klubs, bei denen engagierte Menschen Gefahr laufen, in dem Gesamtkonstrukt unterzugehen.

Was gefällt dir am Verein?

Der Verein hat viel Fortschrittliches, was andere Vereine nicht haben. Es ist ein Traditionsverein, der sich zu den Wurzeln bekennt und sich auch abseits des Platzes für die Menschen hier im Stadtteil engagiert. So gibt es zum Beispiel auch eine Hausaufgabenbetreuung im Bergmannsbusch und bei Aktionen wie dem SauberZauber war und wird der TC Freisenbruch auch in Zukunft dabei sein. Andererseits ist der TC Freisenbruch wie eine Familie. Es gibt nicht die Riesen-Nachwuchsabteilung und auch der sportliche Erfolg war bisher immer so mittelmäßig. (Immerhin könnten wir in dieser Saison mit den Futsalern aufsteigen.) Trotzdem sind alle hier sehr offen und supernett. Jeder kennt hier jeden und egal ob jung oder alt, alle packen mit an, weil auch alle hier das gefühl haben, dass wirklich etwas bewegt werden kann Und es hat mich persönlich sehr beeindruckt, wie der TCF gegen alle möglichen Widerstände ankämpft. 1902 gegründet und seitdem nie fusioniert oder aufgelöst. Das ist eine Bilanz, die sich in der bunten Essener Vereinslandschaft, speziell im Fußball, sehr gut liest.

Hier geht es nächstes Woche zu Teil zwei.

Ergebnisse vom Wochenende

Futsaler in der Relegation, Spielabbruch bei der Zweiten, Nachwuchs in den Osterferien

1.Mannschaft – SG Essen-Schönebeck II 1-2 (0-2)

Die erste Mannschaft konnte eine kleine Wiedergutmachung für die 2:7-Niederlage im Hinspiel betreiben und unterlag dem Tabellensechsten nur knapp mit 1:2. Kaan Kaplan (29.) und Paul Woidich (45.) sorgten vor der Pause für die Führung, aber Sefa Öztürk sorgte schnell für den Anschluss (52.). Danach entwickelte sich ein enges Spiel, in dem trotz einiger Chancen der Ausgleich nicht gelingen wollte.

2.Mannschaft – Blau-Gelb Überruhr II abgeb.

Das Heimspiel der zweiten Mannschaft wurde beim Stand von 3:0 abgebrochen. Bis zur Halbzeitpause sorgten Jan Lux (2.) und Marco Sallach (22./42.) für einen komfortablen Vorsprung. Nach neun Minuten in der zweiten Hälfte brach der Schiedsrichter aufgrund persönlicher Sicherheitsbedenken ab. Laut einer Stellungnahme haben sich Gäste-Zuschauer unerlaubterweise in im Innenraum aufgehalten und trotz mehrmaliger Aufforderung diesen nicht verlassen.

Futsalicious Essen – Futsal Männer 2-3 (1-2)

Im ersten Match des Doppelspieltages an der Haedenkampstraße konnten unsere Futsaler einen knappen, aber immens wichtigen Sieg einfahren. Christian Brangenberg erzielte einen Doppelpack vor der Pause, doch Majid Dehghanpir traf in der 18. Minute zum Anschluss. In der zweiten Halbzeit stellte Mutumona Sami Antonio den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her, bevor Futsalicious in der 34. wieder auf ein Tor herankam. Es entwickelten sich spannende und hochintensive Schlussminuten, die auch mehrere Karten zur Folge hatten. Darunter auch einen Platzverweis für die Heimmannschaft. Das Zittern ging nach dem Spielende weiter. Sehnsüchtig wurde das Ergebnis aus Dönberg erwartet. Doch mit einem überraschenden Heimsieg gegen Spitzenreiter Croatia Mülheim vertagten die Wuppertaler die Entscheidung auf den Samstag.

Futsal Männer – Croatia Mülheim 5-0 gew.

Der TC Freisenbruch ist in der Relegation. Das steht seit dem Samstagmittag fest. Durch die Ankündigung der Mülheimer, zum letzten Saisonspiel nicht anzutreten, wurde das Spiel 5:0 für den TC gewertet. Dass die Dönberger parallel in Herbeck verloren, hatte keine sportliche Relevanz mehr. Nun geht es in zwei Spielen gegen den zweiten der anderen Landesliga-Gruppe, FF Mönchengladbach 07 II.

Wolfsgeheul mit Andreas Wiegandt (2): „Der TC ist es wert, unterstützt zu werden!“

Im zweiten Teil des Interviews blickt Vorstand Andreas Wiegandt auf die Zukunft des TC Freisenbruch

Wohin soll der Weg in die Zukunft führen bzw. was sind Ziele des Vereins?

Ein Zitat von Henry Ford ist für den TC Freisenbruch meiner Meinung nach ziemlich passend: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“ Der Verein hat sich verändert, steht mittlerweile nicht mehr ausschließlich für Fußball. Wir arbeiten bereits sehr konzeptionell mit flachen Hierarchien und denken nicht mehr in Rollen. Wir haben uns weiterentwickelt und bieten viele tolle Projekte, die weit über das Maß eines klassischen Fußballvereins hinausgehen. Der Weg etwas mutiger zu sein, sich weiterentwickeln zu wollen, ist für mich ein guter Weg und sollte konsequent weiter beschritten werden. Aktuell muss das größte Zukunftsziel wohl heißen, für unsere Mitglieder eine Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, die sie verdient hat. Das ist ein verdammt dickes Brett, aber daran Arbeitet der gesamte Verein sehr intensiv und mit großem Kraftaufwand. Natürlich ist der TC auch sehr stark auf Unterstützung und Mithilfe Dritter angewiesen. Es gilt weiter Werbung zu machen, um Politik und Verwaltung der Stadt Essen zu zeigen: „Der Verein ist es wert, unterstützt zu werden!“

Welche Aufgaben hast du dabei speziell als Vorstandsmitglied?

Wir teilen uns innerhalb unseres Gremiums die anfallenden Aufgaben auf. Ich wohne jetzt bereits seit 5 Jahren 35 km entfernt von Freisenbruch, und mein Engagement für den Verein hat sich immer wieder in den Rollen verändert. Aufgrund der Entfernung bin ich nicht mehr so häufig am Platz wie früher. Die Dinge, die ich heute mache, sehen die meisten nicht unbedingt, und dennoch sind sie für den Verein wichtig und existenziell. Konkret sind das beispielsweise vielfältige Dinge wie die Pflege des Mitgliederverwaltungsprogramms, die Vereinskonten betreuen, das dfb.net Programm als Vereinsadministrator verwalten, Vereinsanträge bearbeiten, Pässe beantragen, den Verein bei Versammlungen vertreten, als Ansprechpartner für die großen und kleinen Sorgen da zu sein, sowie Rede und Antwort in zahlreichen Telefonaten zu stehen. Ich denke, das beschreibt es soweit ganz gut.

Hier geht es zu Teil eins.

Alle in die Halle!

Foto: GEO/Arne Piepke

Während die Fußballer noch einige Spiele vor der Brust haben, neigt sich die Futsalsaison schon dem Ende entgegen. Und die Ausgangslage unserer Futsaler könnte spannender nicht sein: Nach zwei hochintensiven Spielen gegen die SF Dönberg konnte nun der TC Freisenbruch dank vier gewonnener Punkte am Kontrahenten aus Wuppertal vorbeiziehen. Vor dem entscheidenden Wochenende liegt man somit zwei Punkte vor Dönberg auf dem zweiten Platz, der zur Aufstiegsrelegation berechtigen würde. Das ist das erklärte Ziel. Denn um Erik Meijers Sprichwort abzuwandeln: „Nichts ist scheißer als Platz drei!“

Nun geht es in den letzten Doppelspieltag, wo der TC bereits am Freitag im Stadtderby bei Futsalicous Essen alles klar machen könnte. Sofern Dönberg nicht zeitgleich gegen den bereits feststehenden Meister Croatia Mülheim gewinnt, ist mit einem Auswärtssieg alles klar. Wenn Mülheim sogar drei Punkte aus dem Bergischen Land entführt, dann reicht aufgrund des direkten Vergleichs ein Unentschieden.

Es ist noch vieles möglich in dieser verrückten Landesliga und der TC Freisenbruch hat dabei alle Trümpfe selbst in der Hand. Dabei hoffen wir auf die lautstarke Unterstützung von den Rängen. Am Freitag und am Samstag ist jeweils um 19 Uhr Anstoß in der Sporthalle an der Haedenkampstraße. Also gilt dieses Wochenende für euch: Alle in die Halle!